Dienstag, 22. Juli 2014

Vorabinfo: „Livejazz in München“ erscheint im Oktober im MünchenVerlag



Hier der neueste Stand zum Jazzbuch: 36 Jazzbühnen in München und einige der Menschen hinter und natürlich auf den Bühnen werden unter dem Titel „Livejazz in München“ auf ca. 150 Seiten mit interessanten Infos, witzigen Anekdoten und reichlich Bildmaterial (ca. 185 Fotos) vorgestellt, in deutscher Sprache, mit englischen Summaries, schön verpackt in 21,5 x 18,5 cm, veröffentlicht im Oktober 2014 im MünchenVerlag, den man sich hier anschauen – und natürlich auf FB exzessiv liken - kann, denn ab diesem Jahr ist das einer der wenigen Jazzbuchverlage deutschlandweit :):
Beheimatet beim Stuttgarter Mutterschiff:
Voraussichtlicher Einkaufspreis ca. €20,00.
Jazzfreunde dürfen sich diesen Titel gerne schon mal vormerken, natürlich auch als (Weihnachts-)Geschenk.

Here’s the latest news on the jazz book: 36 jazz places in Munich and some of the people behind and, of course, on the stages are introduced on about 150 pages with interesting infos, funny anecdotes and many pictures (about 185), in German language with english summaries, nicely packed into 21,5 x 18,5 cm, published in october 2014 by MünchenVerlag, which you can visit here – and, of course, like excessively on facebook, as starting from this year it is one of Germany’s few jazz book publishers :):
At home at the publishing mother ship in Stuttgart:
Price will probably be around €20,00.
Jazz friends are warmly welcome to make a mental note of the book, also as a (christmas) gift.

Dienstag, 15. Juli 2014

Ein Tag für jeden Stern – Jazz Sommer im Bayerischen Hof



Vom 16.-20. Juli wartet der Bayerische Hof mit einem Highlight des Münchner Kulturjahres auf. Beim Jazz Sommer ziehen sieben hochkarätige Liveacts mit einem Schwerpunkt auf Latin Jazz Fans in den Festsaal und den Night Club. Darunter ist Al di Meola mit seinem aktuellen Programm „All your life“, mit dem er zeigt, dass sich Beatles-Songs hervorragend mit Jazz- und Flamenco-Klängen vertragen. Zudem die Stimmakrobatin Maria Joao, Portugals derzeit wohl berühmteste Jazz-Sängerin. Das Livejazz-Programm wird wie immer ergänzt durch Musikfilme in der Cinema Lounge und eine Kunstausstellung mit Musikbezug. Ein anspruchsvolles Rundum-Paket für Jazzfans, bevor sich der Night Club in die sechswöchige Sommerpause verabschiedet.

Montag, 7. Juli 2014

Kreativ, vielseitig, innovativ – junge Jazzkomponisten im Milla Club



Am vergangenen Donnerstag wurde der Milla Club vorübergehend zum Prüfungssaal des Jazz Instituts der Hochschule für Musik und Theater. Verena Marisa Schmidt, Leonhard Kuhn und Matthias Lindermayr, drei Absolventen des Masterstudiengangs Jazzkomposition, präsentierten eine anspruchsvolle Auswahl eigener Werke. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Kommilitonen. Wegen der vielen unterschiedlichen Besetzungen und Instrumentierungen erlebte der Milla Club an diesem Abend wohl auch einen neuen Rekord an Bühnenumbauten. Am Mittwoch, den 09. Juli, folgt die Schwesterveranstaltung im Gasteig. Dann wird auf der Jazznacht der Hochschule für Musik und Theater in Big Band- und Orchester-Besetzungen noch mal so richtig geklotzt, auch hier unter anderem mit Kompositionen von Absolventen.

Mittwoch, 2. Juli 2014

PianoNews 4/14 – Interview mit Chris Gall



Hier etwas für Pianisten und Pianophile: In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift PianoNews (4/2014) gibt es u.a. ein Interview von mir mit dem Münchner Jazzpianisten Chris Gall: http://www.pianonews.de/index.php/ausgaben/2014

Samstag, 28. Juni 2014

High Five für den modernen Jazz - Josef Reßle’s Quinternion



Livejazz im Club Rausch & Töchter: In der vom Münchner Posaunisten Roman Sladek organisierten Reihe JazzRausch trat am vergangenen Donnerstag erstmals die Band Quinternion auf. Die Kompositionen stammen fast alle aus der Feder von Bandleader und Pianist Josef Reßle. Da kann der neugierige Jazzhörer schon mal interessiert die Ohren spitzen. Noch gibt’s zwar kein Album, aber was nicht ist, kann bald werden.
Junger, einfallsreicher, moderner Jazz, bei dem jeder der Instrumentalisten – außer Reßle am Piano sind das Sebastian Gieck am Bass, Matthieu Bordenave am Saxofon sowie Sebastian Wolfgruber am Schlagzeug – sich mal solistisch in den Vordergrund spielen kann. Das gilt ebenso für Sängerin Natalie Elwood, die bei den meisten Stücken „Trompete singt“, also mit der Stimme den Part eines Instruments übernimmt. Ohne Text, dafür anspruchsvoll in Intonation und Melodieverlauf.
Rhythmisch, harmonisch und melodisch verlangt sich die noch junge Jazzformation einiges ab. Das nicht-jazzgewohnte Ohr muss sich bei manchem Stück vielleicht ein wenig einhören. Das aber lohnt sich allemal.

Sonntag, 22. Juni 2014

Virtuos vielsaitig – das Gregor Hübner Trio in der Bar Gabányi



Über ein anspruchsvolles Gastspiel durften sich Jazz- und Klassikfreunde am vergangenen Donnerstag in der Bar Gabányi freuen. Violinist, Pianist und Komponist Gregor Hübner spielte ein Konzert in neuer Trioformation mit Sebastian Gieck am Bass und Patrick Manzecchi am Schlagzeug. Es war der einzige Liveauftritt des Wahl-New Yorkers bei seinem aktuellen Deutschlandbesuch. Das Trio unternahm eine virtuose Wanderung von Arrangements klassischer Stücke über Interpretationen von Jazzstandards bis hin zu Eigenkompositionen Hübners. Dabei glänzte Hübner in typisch souveräner Weise an der Violine.
Der starke Ausdruck, das Dramatische, auch bisweilen Schwermütige – das ist sein Ding. Da stellt sich einer breit mitten auf die Bühne, um auf einem kleinen Instrument große Geschichten zu erzählen. Virtuos strich, sägte und zupfte er sich über das gesamte Klangspektrum der Saiten, immer mit vollem Ton und viel Energie. Bei dem gerne rasenden Tempo konnte man bisweilen fast in Sorge geraten, ob er bei einem der Soli nicht die Violine zersägen würde. Doch am Ende des Konzerts sah das grazile Instrument noch so unbeschadet aus wie zu Beginn. Ähnlich versiert gestaltete sich Hübners Auftritt am Piano, souverän genauso in vollen, breiten Akkorden wie in schillernden Glissandi.
Offenbar mühelos hielten Hübners Co-Musiker mit. Sebastian Gieck setzte elegant die melodischen Möglichkeiten seines Basses ein und zauberte mehrere abwechslungsreiche Soli heraus. Auch Patrick Manzecchi präsentierte sich in einigen anspruchsvollen Soloparts am Schlagzeug. Im Zusammenspiel zeigten sich die Musiker fein aufeinander abgestimmt, energiegeladen und im positiven Sinne rastlos. Nur bei einigen Jazzballaden setzten sie etwas sanftere Klänge als Kontrast.
Im zweiten Set wurde das Gefüge spontan um zwei Gastspiele erweitert. Fany Kammerlander, gemeinsam mit Stefan Gabányi verantwortlich für das Musikprogramm der Bar, ergänzte die Runde am Cello. In einem weiteren Stück nahm Andi Kissenbeck am Piano Platz. Eine elegante Abrundung für einen anspruchsvollen Konzertabend. Gregor Hübner ist schon seit 20 Jahren sowohl in den musikalischen Besetzungen als auch im Stil sehr vielseitig unterwegs. Es dürfte Freunden von Jazz, Klassik sowie neuer – und generell anspruchsvoller – Musik gefallen, auch von diesem Trio noch mehr zu hören.