Vom 16.-20. Juli wartet der Bayerische Hof mit einem
Highlight des Münchner Kulturjahres auf. Beim Jazz Sommer ziehen sieben
hochkarätige Liveacts mit einem Schwerpunkt auf Latin Jazz Fans in den Festsaal
und den Night Club. Darunter ist Al di Meola mit seinem aktuellen Programm „All
your life“, mit dem er zeigt, dass sich Beatles-Songs hervorragend mit Jazz-
und Flamenco-Klängen vertragen. Zudem die Stimmakrobatin Maria Joao, Portugals
derzeit wohl berühmteste Jazz-Sängerin. Das Livejazz-Programm wird wie immer
ergänzt durch Musikfilme in der Cinema Lounge und eine Kunstausstellung mit
Musikbezug. Ein anspruchsvolles Rundum-Paket für Jazzfans, bevor sich der Night
Club in die sechswöchige Sommerpause verabschiedet.
Dienstag, 15. Juli 2014
Montag, 7. Juli 2014
Kreativ, vielseitig, innovativ – junge Jazzkomponisten im Milla Club
Am vergangenen Donnerstag wurde der Milla
Club vorübergehend zum Prüfungssaal des Jazz Instituts der Hochschule für Musik
und Theater. Verena Marisa Schmidt, Leonhard Kuhn und Matthias Lindermayr, drei
Absolventen des Masterstudiengangs Jazzkomposition, präsentierten eine anspruchsvolle
Auswahl eigener Werke. Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Kommilitonen.
Wegen der vielen unterschiedlichen Besetzungen und Instrumentierungen erlebte
der Milla Club an diesem Abend wohl auch einen neuen Rekord an Bühnenumbauten. Am
Mittwoch, den 09. Juli, folgt die Schwesterveranstaltung im Gasteig. Dann wird
auf der Jazznacht der Hochschule für Musik und Theater in Big Band- und
Orchester-Besetzungen noch mal so richtig geklotzt, auch hier unter anderem mit
Kompositionen von Absolventen.
Mittwoch, 2. Juli 2014
PianoNews 4/14 – Interview mit Chris Gall
Hier etwas für Pianisten und Pianophile: In der aktuellen
Ausgabe der Zeitschrift PianoNews (4/2014) gibt es u.a. ein Interview von mir
mit dem Münchner Jazzpianisten Chris Gall: http://www.pianonews.de/index.php/ausgaben/2014
Samstag, 28. Juni 2014
High Five für den modernen Jazz - Josef Reßle’s Quinternion
Livejazz im Club Rausch & Töchter: In der
vom Münchner Posaunisten Roman Sladek organisierten Reihe JazzRausch trat am
vergangenen Donnerstag erstmals die Band Quinternion auf. Die Kompositionen
stammen fast alle aus der Feder von Bandleader und Pianist Josef Reßle. Da kann
der neugierige Jazzhörer schon mal interessiert die Ohren spitzen. Noch gibt’s
zwar kein Album, aber was nicht ist, kann bald werden.
Junger, einfallsreicher, moderner Jazz, bei
dem jeder der Instrumentalisten – außer Reßle am Piano sind das Sebastian Gieck
am Bass, Matthieu Bordenave am Saxofon sowie Sebastian Wolfgruber am Schlagzeug
– sich mal solistisch in den Vordergrund spielen kann. Das gilt ebenso für
Sängerin Natalie Elwood, die bei den meisten Stücken „Trompete singt“, also
mit der Stimme den Part eines Instruments übernimmt. Ohne Text, dafür
anspruchsvoll in Intonation und Melodieverlauf.
Rhythmisch, harmonisch und melodisch verlangt
sich die noch junge Jazzformation einiges ab. Das nicht-jazzgewohnte Ohr muss
sich bei manchem Stück vielleicht ein wenig einhören. Das aber lohnt sich
allemal.
Sonntag, 22. Juni 2014
Virtuos vielsaitig – das Gregor Hübner Trio in der Bar Gabányi
Über ein anspruchsvolles Gastspiel durften
sich Jazz- und Klassikfreunde am vergangenen Donnerstag in der Bar Gabányi
freuen. Violinist, Pianist und Komponist Gregor Hübner spielte ein Konzert in
neuer Trioformation mit Sebastian Gieck am Bass und Patrick Manzecchi am
Schlagzeug. Es war der einzige Liveauftritt des Wahl-New Yorkers bei seinem
aktuellen Deutschlandbesuch. Das Trio unternahm eine virtuose Wanderung von
Arrangements klassischer Stücke über Interpretationen von Jazzstandards bis hin
zu Eigenkompositionen Hübners. Dabei glänzte Hübner in typisch souveräner Weise
an der Violine.
Der starke Ausdruck, das Dramatische, auch
bisweilen Schwermütige – das ist sein Ding. Da stellt sich einer breit mitten
auf die Bühne, um auf einem kleinen Instrument große Geschichten zu erzählen. Virtuos
strich, sägte und zupfte er sich über das gesamte Klangspektrum der Saiten, immer
mit vollem Ton und viel Energie. Bei dem gerne rasenden Tempo konnte man
bisweilen fast in Sorge geraten, ob er bei einem der Soli nicht die Violine
zersägen würde. Doch am Ende des Konzerts sah das grazile Instrument noch so
unbeschadet aus wie zu Beginn. Ähnlich versiert gestaltete sich Hübners
Auftritt am Piano, souverän genauso in vollen, breiten Akkorden wie in
schillernden Glissandi.
Offenbar mühelos hielten Hübners Co-Musiker
mit. Sebastian Gieck setzte elegant die melodischen Möglichkeiten seines Basses
ein und zauberte mehrere abwechslungsreiche Soli heraus. Auch Patrick Manzecchi
präsentierte sich in einigen anspruchsvollen Soloparts am Schlagzeug. Im Zusammenspiel
zeigten sich die Musiker fein aufeinander abgestimmt, energiegeladen und im
positiven Sinne rastlos. Nur bei einigen Jazzballaden setzten sie etwas sanftere
Klänge als Kontrast.
Im zweiten Set wurde das Gefüge spontan um
zwei Gastspiele erweitert. Fany Kammerlander, gemeinsam mit Stefan Gabányi
verantwortlich für das Musikprogramm der Bar, ergänzte die Runde am Cello. In
einem weiteren Stück nahm Andi Kissenbeck am Piano Platz. Eine elegante
Abrundung für einen anspruchsvollen Konzertabend. Gregor Hübner ist schon seit
20 Jahren sowohl in den musikalischen Besetzungen als auch im Stil sehr
vielseitig unterwegs. Es dürfte Freunden von Jazz, Klassik sowie neuer – und
generell anspruchsvoller – Musik gefallen, auch von diesem Trio noch mehr zu
hören.
Mittwoch, 11. Juni 2014
Ein Jahr Livejazz in der Bar Reichenbach
In der Bar Reichenbach von
Athanasios Menexes gab es am 10. Juni Grund zu feiern. Seitdem besteht die
Livejazz-Reihe der jungen Münchner Saxofonistin Stephanie Lottermoser seit
einem Jahr. Was mit Einzelveranstaltungen anfing, hat sich inzwischen zu zwei
Live-Auftritten in der Woche, jeweils am Dienstag und Mittwoch, entwickelt.
Etwa 30 Musiker spielen in wechselnden Triobesetzungen, darunter Lottermoser
selbst und ihre Quartett-Kollegen Kevin Welch, Peter Cudek und Magnus Dauner.
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