Donnerstag, 9. Januar 2014

Leseprobe: Sommer am Ende der Welt - Eine Rundreise durch Neuseeland


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Die Pancake Rocks nahe Punakaiki im Paparoa Nationalpark sind ein fester Halt auf dieser Strecke. In braunen und grauen Kalkstein geschliffene Felsformationen recken sich über dem Meer wie gestapelte Pfannkuchen. Wenn das Meer anbrandet, gibt es ein schäumendes Spektakel.












Pancake Rocks

Weiter südlich warten die Gletscher. Insgesamt sind etwa 40% des Mount Cook Nationalparks vergletschert. Reisende sammeln sich vor allem am 10 Kilometer langen Franz Josef Gletscher und am 13 Kilometer langen Fox Gletscher. Beide kann man sich bei geführten Touren aus der Nähe ansehen. Mit einem Heli-Hike besuche ich den Fox. Erstaunlich viele Passagiere verstauen sich in dem rot-weißen Fluggerät, das rotorenschwingend abhebt. Die Gletscherzunge strahlt weißblau zwischen den graugrünen Bergwänden, nur die unteren Ränder sind grau von Sand.














Anflug auf den Fox Glacier













Auf dem Gletscher

Als die Kufen des Helikopters auf dem Eis aufsetzen, erklärt unser Tourguide die Prozedur beim Aussteigen. Wir sollen bei seinem Rucksack warten, bis er uns von einem sicheren Platz aus ein Zeichen gibt. Das Ganze hat ein wenig die Atmosphäre eines Sondereinsatzkommandos. Es soll verhindern, dass Touristen vom Luftstrom der Rotoren weggeweht werden.
















Eisecken und Schneekanten

Los geht’s. Guide raus, er sucht einen sicheren Posten. Wir raus, wie eine Schar Lämmer um den Rucksack versammelt. Die Rotoren kreisen, werden langsamer. Endlich winkt unser guide, wir staksen ausgerüstet mit Steigeisen und Stöcken über die Gletscherzunge los.






















Eisspalte

Die Schneehügel türmen sich wellenförmig den Berg hinauf. In der Eismasse leuchten blaue Spalten und Höhlen. Glasklare Rinnsale bahnen sich durch den Schnee. Wir geben uns alle Mühe, Gehstock und Kamera gleichzeitig im Anschlag zu behalten.
Weiter geht’s Richtung Süden. Queenstown am Lake Wakatipu sieht auf den ersten Blick recht malerisch aus. Helle Häuser verteilen sich zwischen allerhand Grünzeug auf den Hügeln. Auf dem Wasser schippert ab und zu ein Boot vorbei. Auf den zweiten Blick entpuppt sich der Ort mit 9.500 Einwohnern aber als wahre Spaßstadt. Fallschirmspringen und Riverrafting sind nur einige der angebotenen Sportarten für den Adrenalinkick. Die Brücke über dem Karawau River, von der sich im Minutentakt Mutwillige in die Tiefe stürzen, gilt als Ursprungsort des Bungee Jumping.
Umso malerischer gibt sich allerdings der nahegelegene Milford Sound, den ich mit dem Schiff erkunde. Genau genommen handelt es sich um einen Fjord, der sich über 15 Kilometer zwischen aufragenden Felswänden bis in die Tasmanische See erstreckt. Der höchste Berg ist mit 1.692 der Mitre Peak. Ab und zu sprudelt ein Wasserfall aus den Felswänden. Als sich unser Schiff dem Meer nähert, lassen sich auf den ufernahen Felsen Seehunde beim Sonnenbad sehen.

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