Mittwoch, 18. Dezember 2013

"Das kleine Katzen-Weihnachts-Buch" - eine kleine Leseprobe

Mit dem kleinen Katzen-Weihnachts-Buch können Katzenfreunde Weihnachten auch für ihre vierpfotigen Mitbewohner zum Fest machen. Mit (natürlich bierernstem!) Katzen-Weihnachts-Stresstest, dem Ratgeber für fröhliche Katzenweihnachten und einer Weihnachtsgeschichte, erzählt von Katze Molly.

Hier ein Ausschnitt aus Mollys Geschichte:

(...)

Unsere Menschen sollten uns lieber erst mal den Baum und das ganze andere Zeug anschauen lassen, bevor sie einfach alles vollstellen. Aber mich fragt ja keiner. Jetzt kommen noch diese Berge von Tüten und Päckchen dazu. Weiß auch keiner was drin ist.
„Bestimmt Menschenzeug“, meint Becky.
„Ist aber vielleicht interessant“, sage ich.
„Müssen wir nachher schauen, wenn sie weg sind.“
Ich hab meine Zweifel. Das sieht nicht aus, als wollte auch nur einer von unseren drei Menschen bald gehen. Jetzt dreht Ian auch noch Musik auf. So ein komisches Menschengejaul, mit allem möglichem Geklingel, Geplingel und Gerassel dazu. Das wird wirklich immer ungemütlicher hier.
„Sofoooooort schauen“, brüllt Muck und landet mit Anlauf in dem Päckchenhaufen.
Na klar, der kleine Angeber. Cleo pirscht sich ran, aber vorsichtig. Mia ist mit Fellputzen beschäftigt. Die kleine Prinzessin. Ian pflückt Muck aus dem Stapel und rollt ihm einen Spielball. Der interessiert den kleinen Racker aber nicht. Dachte ich mir schon.
„Pakeeeeet“, quietscht Muck und rennt schon wieder los.
Dieses Mal hat Ian ihn gleich erwischt und trägt ihn weg. Lockt ihn wieder mit einem Ball. Der interessiert Muck immer noch nicht.
 „Angriiiifff.“
Jetzt landet der kleine Kater wie ein fliegendes Pelzknäuel auf Mia. Die quietscht erst vor Schreck, dann zieht sie ihrem Brüderchen ein paar über die Ohren. Cleo lässt jetzt doch lieber ihre Pfoten von den ganzen Menschenschachteln und stürzt sich auf ihre Geschwister. Schon kugeln die drei in einem Fellknäuel über den Boden, beissen sich mit ihren Minizähnen und ziehen sich mit den winzigen Tatzen eins über.
„Guck, wie süß, die Kleinen“, meine ich.
„Wart mal, bis die älter werden“, meint Becky nur.
„Sind doch deine.“
„Na und?“
Becky kichert.
„Guck mal“, brüllt Muck.
Er hat Mia gerade niedergerungen. Doch gerade als er zu uns raufschielt, beisst die ihn kräftig ins Ohr und Cleo landet mit einem Kreischen auf den beiden. Muck quietscht, als ihn sich seine Schwesterchen vorknöpfen.
„Sehr schön macht ihr das“, miaut Becky.
Schon äugt sie wieder zu unseren Menschen und den Päckchen.
„Vielleicht ist da echt was Interessantes drin.“
„Sag ich doch“, meine ich.
Dieses Papiergeraschel macht mich ganz kirre. Da zucken mir die Krallen. Da rascheln sie und rascheln sie, und keiner von uns darf damit spielen. Nicht zu fassen. Gerda ist inzwischen wieder verschwunden. Da zieht auch so ein Duft aus der Küche rein. Fleischduft. Irgendwas Geflügeliges. Mir läuft das Wasser im Maul zusammen. Muss ich mir anschauen.
Noch dazu fängt Ian jetzt auch noch an, mit diesem Gejaule aus dem Musikapparat mitzujohlen. Ich lege die Ohren an. Nichts wie weg. Muck will auch schon wieder meinen Schwanz fangen. Ich verpasse ihm einen Tatzenhieb, schon kugelt er wieder zu seinen Schwesterchen.

(...)

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